Druckansicht der Internetadresse:

Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Arbeitsgruppe Lumineszenz am LS Geomorphologie

Seite drucken
messraum

Dosismessung

Für die Bestimmung der Äquivalenzdosis mittels Lumineszenz wurden in den letzten Jahren unterschiedliche Techniken entwickelt. Es lassen sich dabei zwei grundlegend verschiedene Basiskonzepte differenzieren – die additive und die regenerative Methode.

Die additive Methode nutzt unterschiedliche Teilproben (Aliquots) der ursprünglichen Probe, die im Labor mit unterschiedlich hohen Dosen additiv zur natürlichen Dosis bestrahlt werden. Im Anschluss wird das jeweilige Lumineszenzsignal gemessen. Die Intensität des gemessenen Lumineszenzsignals wird dann in einem Diagramm gegen die jeweils verabreichte Labordosis abgetragen. Durch Kurvenanpassung der Datenpunkte erhält man eine funktionale Beziehung zwischen applizierter Dosis und Intensität der Lumineszenz (Wachstumskurve). Die auf diese Art erhaltene Kurve wird bis zu einer Intensität von Null extrapoliert. Der Schnittpunkt mit der Dosis-Achse bezeichnet den Betrag der Äquivalenzdosis.

Bei Anwendung regenerativer Methoden (üblicherweise SAR-Protokoll = Single Aliquot Regeneration) genügt prinzipiell ein Aliquot zur Äquivalenzdosisbestimmung. Bei diesem Aliquot wird zunächst das natürliche Lumineszenzsignal gemessen. Im Anschluss daran wird das Aliquot nacheinander mit unterschiedlich hohen, genau bekannten Dosen bestrahlt und für jede verabreichte Dosis das Lumineszenzsignal aufgezeichnet. Appliziert werden dabei Dosen, die unterhalb und oberhalb der erwarteten natürlich akkumulierten Dosis liegen. Auch hier werden die Datenpunkte einer Kurvenpassung unterzogen; die Äquivalenzdosis ergibt sich dann durch Projektion des natürlichen Signals auf die Wachstumskurve.

Um die Auswirkungen von Sensitivitätsänderungen (Änderung der Lumineszenzintensität pro Dosis) im Zuge wiederholter Messungen berücksichtigen zu können, wird nach jedem Messzyklus ein Korrekturzyklus durchlaufen, der die Messung eines Normierungssignals nach Bestrahlung mit einer konstanten Testdosis umfasst. Das normierte Signal, welches schließlich gegen die regenerative Dosis aufgetragen wird, ergibt sich zu

Normiertes Signal = Regenierungssignal / Testdosissignal


Verantwortlich für die Redaktion: Manfred Fischer

Facebook Twitter Youtube-Kanal Instagram Blog